DIGITALER PRODUKTPASS · DEMO
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SECTION 07
Häufig gestellte Fragen
Was EU-Modemarken über den Digitalen Produktpass wissen müssen.
Was ist der EU Digitale Produktpass (DPP) für Mode?
Der EU Digitale Produktpass ist eine regulatorische Anforderung im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR). Er verlangt, dass jedes in der EU verkaufte Textilprodukt einen maschinenlesbaren digitalen Datensatz mit verifizierten Angaben zu Materialien, Lieferkette, Umweltauswirkungen, Compliance und Kreislaufähigkeit trägt. Der delegierte Rechtsakt für Textilien wird Ende 2026 / Anfang 2027 erwartet, mit verpflichtender Einhaltung ab Mitte 2028.
Ab wann ist der DPP für Modemarken in der EU verpflichtend?
Der EU-delegierte Rechtsakt für Textilien soll Ende 2026 oder Anfang 2027 veröffentlicht werden. Nach einer 18-monatigen Übergangsfrist ist die verpflichtende Durchsetzung für Mitte 2028 vorgesehen. Phase-1-Felder (Materialzusammensetzung, grundlegende Rückverfolgbarkeit, chemische Compliance) werden zuerst verlangt; Phase-2-Felder (Umweltfußabdruck, Kreislaufähigkeit) folgen.
Fordern Einkäufer bereits DPP-Daten vor dem Stichtag 2028 an?
Ja — auf zwei Wegen. Erstens verbietet die EU-Verordnung (EU) 2024/825 ab September 2026 unbelegte Nachhaltigkeitsaussagen in der gesamten EU. Jede Nachhaltigkeitsaussage einer Marke — gegenüber Verbrauchern, Einkäufern oder Plattformen — muss durch verifizierte Produktdaten belegt sein. Dies gilt unabhängig vom DPP-Stichtag für Textilien. Zweitens integrieren EU-Händler und Plattformen bereits Anforderungen zur Lieferkettentransparenz in ihre Einkaufskonditionen und Lieferantenqualifizierungsprozesse. Marken mit strukturierten DPP-Daten sind beim Zugang zu Handelskanälen heute besser positioniert.
Was ist ein DPP Readiness Audit?
Ein DPP Readiness Audit ist eine strukturierte Bewertung der bestehenden Produktionsdaten einer Marke gegenüber den 125 Datenpunkten des EU Digital Product Passport. Das LGFL-Audit benchmarkt gegen das Trace4Value DPP Data Protocol v2 — die granularste verfügbare Industriespezifikation — und quantifiziert Lücken in neun Datenkategorien: Marke, Lieferkette, Produkt, Material, digitaler Identifikator, Pflege, Compliance, Kreislaufähigkeit und Nachhaltigkeit.
Was ist das Trace4Value DPP Data Protocol?
Das Trace4Value DPP Data Protocol ist eine 125-Datenpunkt-Spezifikation für Textil-Digitale-Produktpässe, entwickelt von TrusTrace, GS1 Sweden, SIS (Swedish Institute for Standards), Kappahl und Marimekko. Veröffentlicht im April 2024 (© SWIN Technologies AB), organisiert es DPP-Daten in 9 Kategorien und ist der detaillierteste verfügbare Industriebenchmark vor dem EU-delegierten Rechtsakt.
Wie lange dauert ein LGFL DPP Readiness Audit?
Die Dauer hängt von der Komplexität und Größe Ihrer Kollektion sowie von Qualität und Vollständigkeit der bereitgestellten Daten ab. Das Audit beginnt nach vollständigem Datentransfer.
Können deutsche Marken die Auditkosten über BAFA fördern lassen?
Dies gilt ausschließlich für in Deutschland registrierte Unternehmen. Deutschen KMU-Kunden steht möglicherweise eine Teilförderung über das BAFA-Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows" zur Verfügung, das externe Beratungsleistungen für förderfähige Unternehmen bezuschusst. Die Berechtigung hängt von Unternehmensalter, -größe und Standort ab. Kontaktieren Sie uns vor der Buchung — wir beraten Sie, ob Ihr Engagement voraussichtlich förderfähig ist.
Ist LG Fashion Labs mit LG Electronics verbunden?
Nein. LG Fashion Labs (LGFL) ist ein unabhängiges, in München ansässiges Fashion-Technologie-Unternehmen. Das „LG" im Namen verweist auf den Gründer Lior Gabriel Graetz. LGFL hat keine Verbindung zu LG Electronics, LG Corp oder anderen LG-Marken im Bereich Unterhaltungselektronik oder Mode.
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